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Die verkannten Europäer: Gesichter und Geschichten aus Rumänien

Karikatur
Karikatur: Mihai Stanescu

Rumänien, ein Land im Umbruch, ein Land mit vielen Widersprüchen, ein Land auf dem Weg nach Europa. Wie die meisten Rumänen hat auch der Karikaturist Mihai Stanescu nicht damit gerechnet, dass sein Land so bald Mitglied der Europäische Union werden würde. Auf einer Karikatur aus dem Jahr 2001 stehen die Menschen vor dem bis heute größten Gebäude Europas, dem sogenannten "Haus des Volkes". Es wurde unter Nicolae Ceausescu erbaut und ist heute das Parlamentsgebäude. Auf einer übergroßen Tafel sieht man die zwölf Sterne der Europäischen Union und in der unteren Ecke einen kleinen Punkt. So weit fühlten sich die Bürger Rumäniens noch im Jahr 2001 von der Europäischen Union entfernt.

Die Ausstellung "Die verkannten Europäer" zeigt auf dreißig Fototafeln Menschen aus dem Vielvölkerstaat Rumänien: aus der Maramuresch und aus der Moldau, aus dem Donaudelta und den Karpaten, aus Siebenbürgen, der Walachei und Bukarest. Menschen vom Land, Menschen aus der Stadt, Menschen voller Offenheit und Wärme und von ganz besonderer Gastfreundschaft.

Armin Pongs hat das Land seit 1994 immer wieder bereist. Seine Ausstellungen und Vorträge über Rumänien spiegeln die Erfahrungen, Eindrücke und Erkenntnisse wieder, die er auf seinen Reisen gesammelt hat. Von 2003 bis 2005 war er Privatdozent an der Universität Cluj/ Klausenburg. Er ist Autor der beiden soziologischen Fachbücher "In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich?" und "In welcher Welt wollen wir leben?" sowie der Erzählbände "Die Welt in meinen Augen" und "Der Drachen ohne Schnur", die wie auch die Geschichte "Die Holzvampire von Hunedoara" alle im Dilemma Verlag, München erschienen sind.

Die Ausstellung wurde bisher im Kunstforum Arabellapark und in der Goethe-Galerie in München gezeigt, in den Volkshochschulen Garching, Hilden, Weingarten, Rheine, Duisburg, Siegen, Neuburg, München, Schwäbisch-Gmünd, Mönchengladbach, Filderstadt, Rheinfelden, Aachen und Chemnitz, im Albert Einstein Gymnasium in Bochum, im Europa Gymnasium in Dortmund, im Kepler-Gymnasium in Ulm und im Hugo Junkers Gymnasium in Mönchengladbach, in den Stadtbibliotheken Langenfeld, Viernheim und Bayreuth, in der Kreisverwaltung Trier, im Kulturzentrum der Stadt Konstanz, im Berufskolleg Krefeld-Uerdingen, im Pädagogischen Institut in München, in den Räumen der Friedrich Naumann Stiftung in Potsdam und Hamburg sowie im Bayern Forum der Friedrich Ebert Stiftung in München, im Rathaus der Stadt Heidelberg, in den Rumänischen Kulturinstituten Wien und Berlin sowie im Kulturzentrum Saarburg und in der Landesfinanzschule in Haan. Die Ausstellung liegt in zweifacher Ausführung vor und kann ab sofort entliehen werden.

Wenn Sie an der Ausstellung interessiert sind, rufen Sie uns an, schicken Sie ein Fax oder senden Sie eine E-Mail. (Siehe Kontakt)



Menschen

Andrei Plesu
Andrei Plesu
Philosoph, Bukarest
Oskar Pastior
Oskar Pastior
Dichter, Sibiu/Berlin
Mircea Dinescu
Mircea Dinescu
Dichter, Bukarest
Vladimir Tarasov
Vladimir Tarasov
Fischer, Tulcea
Nicu und Vali
Nicu und Vali
Brüder aus Prejmer
Ioan Furdui
Ioan Furdui
Käsehersteller, Branpass
Iosif Tadura
Iosif Tadura
Bauer, Rozavlea
László Lakos
László Lakos
Schafhirte, Medias
Tristan Tenescu
Tristan Tenescu
Vulkaniseur, Timisoara
Arnold Janesch
Arnold Janesch
Kastellan, Harman
Mária Gábor
Mária Gábor
Köchin, Hunedoara
Karl Schuller
Karl Schuller
Schüler, Brasov


Landschaften

Fischer
Fischer
im Donaudelta
Ritterburg
Ritterburg
Hunedoara
Schlammvulkane
Schlammvulkane
in den Ostkarpaten



Im Jahr 2005 war die Ausstellung in folgenden Städten zu sehen:

  • April: Hilden
  • Oktober: Langenfeld
  • November: Langenfeld/ Chemnitz
  • Dezember: Chemnitz

Ausstellungsorte im Jahr 2006:

  • Januar: Wien
  • Februar: Wien
  • Mai: Krefeld
  • Juni: Bukarest/ Deva/ Hunedoara
  • September: Berlin/ München
  • Oktober: München/ Konstanz
  • November: Weingarten/ Rheine
  • Dezember: Potsdam/ Rheine

Ausstellungsorte im Jahr 2007:

  • Januar: Potsdam/ Duisburg
  • Februar: Duisburg/ Mönchengladbach/ Neuburg
  • März: Heidelberg/ Siegen
  • April: Schwäbisch-Gmünd/ München
  • Mai: München/ Heppenheim/ Bayreuth
  • Juni: Heppenheim/ Bayreuth/ Rheinfelden
  • Juli: Ulm
  • September: Bochum/ Mönchengladbach
  • Oktober: Mönchengladbach/ Viernheim/ Aachen
  • November: Trier/ Filderstadt
  • Dezember: Saarburg

Ausstellungsorte im Jahr 2008:

  • Januar: Saarburg
  • März: Hilden-Haan
  • April: Hilden-Haan
  • Juli: Hamburg
  • August: Hamburg

Ausstellungsorte im Jahr 2009:

  • Mai: Dortmund

Hier noch einige Besprechungen zur Ausstellung:

Auszug: Westdeutsche Zeitung, 21. Oktober 2005

von Kerstin Völling

(...) Von den vielen Fotos seiner Ausstellung ist ihm eines doch das Liebste. Das von Karl Schuller, einem Schuljungen aus Brasov (Kronstadt). "Es drückt die für die junge Generation in Siebenbürgen so typische Hoffnung aus, deren Wissensdurst und Optimismus", sagt Armin Pongs, Fotograf und Kurator der Ausstellung. (…) In seinen Fotos und Geschichten spielt er bewusst mit Klischees, um die Betrachter und Leser genau davon wegzuführen. Über "große und kleine Träume der Menschen", so Pongs, versuche er, einen detaillierten Einblick in den Alltag Rumäniens und eine andere Sicht auf die europäische Einigung zu vermitteln. (...)

Auszug: Münsterländische Volkszeitung, 13. November 2006

von

(...) Von dem Land Draculas bis hin zur Müllkippe des Westens - über Rumänien weiß der durchschnittliche Deutsche herzlich wenig. Dies zu ändern bewog den Journalisten und Fotokünstler Armin Pongs, eine Ausstellung zu konzipieren. (...) Auf technisch anspruchsvoll hergestellten Fotografien sind viele Menschen zu sehen, aber auch einige Motive, die zeigen: Rumänien ist im Umbruch. Die Fotografien zeigen Menschen vom Land, Menschen aus der Stadt, glückliche, neugierige, offene Menschen, und bald Mitglieder der Europäischen Union.

Auszug: Westdeutsche Zeitung, 23. April 2008

von Valeska von Dolega

(...) Nicht nur Gesichter rumänischer Bürger zeigt Pongs in der Landesfinanzschule. Er versucht neue Einblicke in das Land und seine Kultur zu vermitteln. Trachten der Maramuresch, die weltberühmten Moldau-Klöster mit ihren stilechten Außenfresken und den Lustigen Friedhof in Sapanta zeigte er. Natürlich auch im Bild: der Parlamentspalast in Rumäniens Hauptstadt. Einst ließ Diktator Nicolae Ceausescu den Klotz aus dem Boden stampfen, jetzt tagt dort die Volksvertretung eines demokratischen Landes. Als enorm wissbegierig und fleißig beschrieb Armin Pongs junge Rumänen. Bestes Beispiel hierfür sei Alina Chisliac, Studentin aus Bukarest, die frei nach Wittgensteins Maxime "Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt" sieben Sprachen spricht. Ob mit diesen Bildern die gängigen Vorurteile nachhaltig beseitigt werden, ist fraglich. Auf jeden Fall zeigen sie neue Facetten eines bislang offensichtlich unterschätzten Landes.

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